Nutzen der Wärmebilder zur Immobilien-Begutachtung
Wärmebilder bieten heutzutage einen echten Mehrwert und werden in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten zu Rate gezogen. Die Sichtbarmachung von Wärmefeldern im Immobilienbereich ist eine der zivilen Anwendungsmöglichkeiten der Thermografie. So wie die Feuerwehr Glutnester in Brandherden aufspürt und den höchsten Hitzegrad zur gezielten Bekämpfung feststellt; so wie die Polizei hitzeabgebende illegale Grenzgänger oder flüchtige Personen ortet; so wie die Medizin lokale Entzündungsherde aufdeckt: Spezialisten aus dem Bauwesen gelingt es mit der selben Technologie nach Ursachen für hohen Energieverlust und damit verbundenen Mehrkosten für Heizungen etc. zu suchen. Mit vorwiegend ungekühlten Infrarotdetektoren wird in der Bauthermografie und Gebäudediagnostik die Energiebilanz eines Raumes, Hauses oder größeren Gebäudes analysiert.
Überall da, wo Risse in Rohrleitungen, undichte Dächer, durchlässiges Mauerwerk oder eine nicht optimale Wärmedämmung und Feuchtigkeit vorzufinden sind, kommen die Experten mittels der Thermografie der Fehlerquelle auf die Spur. Fehlerhafte Heizungssysteme, verstopfte Kamine, nicht thermo-isolierte Fenster – die Palette der möglichen Wärmeverlust-Verursacher ist groß. Nur durch die penible und nahezu fehlerfreie Analyse und Kontrolle der Gewerke kann der Besitzer einer Immobilie sicher sein, zukünftig optimal isolierte vier Wände im Energieausweis dokumentieren zu können.
Selbst wer nicht beabsichtigt seine Immobilie zu veräußern und aus diesem Grund auf den lückenlosen Nachweis sämtlicher energierelevanter Maßnahmen am Gebäude verzichtet, sollte aus Gründen des Energiesparens und des damit verbundenen Umweltschutzes über eine Thermografie des eigenen Hauses nachdenken. Gut und gerne lassen sich pro Jahr mehrere hundert oder – je nach Größe – tausend Euro einsparen, welche sich sinnvoll in die Immobilie reinvestieren lassen. Wärmebilder vom eigenen Haus sind nämlich mehr als nur rein dekorative Anblicke oder überflüssiger High-Tech-Schnick-Schnack. Wärmebilder sind die Beschreibung des Ist-Zustands der eigenen vier Wände; eine mögliche Investition in die Zukunft und – bei entsprechender Beseitigung der aufgespürten Heizkostenfresser – eine längst überfällige Wertsteigerung der Bausubstanz. Wer über einen Bausachverständigen oder sonstigen Dienstleister Wärmebilder anfertigen lässt (die übrigens i.d.R. deutlich im ganz unteren dreistelligen Euro-Bereich liegen), braucht sich langfristig keine Gedanken darüber machen, ob die Isolation und Wärmeverteilung im Haus die Note "Sehr gut" verdient.